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Jagdgeschwader 74

Geschichte des JG 74

Die Wiege des heutigen JG 74 in Neuburg liegt in der F-86K Staffel der Waffenschule der Luftwaffe 10 in Oldenburg, die – zunächst als JG 75 bezeichnet – im Jahr 1960 von Oldenburg nach Leipheim verlegte um dann schließlich 1961 nach Neuburg zu verlegen und dort als Jagdgeschwader 74 in Dienst gestellt zu werden. Schon 3 Jahre nach der Verlegung wurde auf den F-104G Starfighter umgerüstet, welcher 1974 wiederum von der auch im JaboG 35 und JG 73 „S“ eingesetzten F-4F Phantom II abgelöst wurde. Am 12. Juni 2008 verabschiedete das JG74 seine letzten Phantoms im Rahmen eines Flyouts nachdem dem Geschwader bereits seit Anfang 2006 nach und nach die ersten Eurofighter zugelaufen waren.

In der Zeit vom 22.11.1973 bis 11.03.2005 trug das Geschwader den Traditionsnamen „Mölders“.

Auftrag des JG 74

Im Rahmen des so genannten Air Policing (QRA) erfüllt das Jagdgeschwader 74 die hoheitliche Aufgabe den Luftraum über der Bundesrepublik Deutschland zu überwachen und zu schützen, was nach wie vor nur durch Jagdflugzeuge effektiv umgesetzt werden kann. Dabei bleibt der Einsatz der QRA aber nicht auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkt, denn unter Führung der NATO sichern Eurofighter aus Neuburg auch regelmäßig den baltischen Luftraum im Rahmen des „Air Policing Baltikum“. Das Jagdgeschwader 74 stellt zudem bei Bedarf Flugzeuge und Personal der NATO- Eingreiftruppe, kurz NRF (NATO Response Force) oder für andere durch den Bundestag legitimierte Auslandseinsätze zur Verfügung. All diese Aufgaben werden ständig trainiert und der Ausbildungsstand regelmäßig durch Überprüfungen der NATO nachgewiesen.

 

Ein Tag im JG 74

Im Rahmen der aktuellen Berichterstattung für unsere Seite www.natoflugplatz-pferdsfeld.de hatten wir im Februar 2012 die Möglichkeit das Jagdgeschwader 74 in Neuburg zu besuchen um dort ein wenig hinter die Kulissen blicken zu können.

Nach einer winterlich-beschwerlichen Anreise gefolgt von einer morgendlichen Rutschpartie über die vereisten bayerischen Straßen kamen wir letztendlich im Sonnenschein an der Wilhelm-Frankl-Kaserne an, wo wir von Oberstabsfeldwebel Ralf Schmitt in Empfang genommen wurden.

Schnell machten wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Fliegerhorst um die morgendliche „Eurofighter-Runde“ miterleben zu können. Es stellte sich heraus, dass auch die Eurofighter im Winter mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie die Autofahrer, sodass der Flugbetrieb aufgrund der vereisten Taxiways auf die frühe Mittagszeit verschoben werden musste. Im Ernstfall könnten die Flugflächen natürlich mit entsprechenden Mitteln flugklar gemacht werden, aber in Friedenszeiten hat der Umweltschutz Vorrang in der Luftwaffe.

Als die Eurofighter dann schließlich zur ersten Mission des Tages aufbrechen konnten, verzogen sich auch die zwischenzeitlich aufgezogenen Wolken wieder und die Wintersonne sorgte für eine tolle Lichtstimmung, die wir in unseren Aufnahmen einfangen konnten. Die Zeit, in der die Maschinen in der Luft waren, nutzten wir zu einem Besuch der hervorragend aufbereiteten militärgeschichtlichen Sammlung des JG 74 die viele Informationen und Eindrücke aus der Geschichte des Geschwaders für uns bereit hielt. Nach dem anschließenden Mittagessen ging es frisch gestärkt auf den Tower des Neuburger Fliegerhorstes zurück um die Ankunft der Eurofighter aus der „Vogelperspektive“ festhalten zu können. Perfekt getimed setzten die Maschinen hintereinander zur Landung an und rollten anschließend zu ihren Sheltern zurück.

Bald nach Ankunft der Maschinen machten wir uns zurück auf den Weg in den Hunsrück, wo wir nach gut viereinhalbstündiger Fahrt ankamen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Soldatinnen und Soldaten des Jagdgeschwader 74 bedanken, die dazu beigetragen haben, dass wir einen unvergesslichen Tag in Neuburg erleben konnten!

 

Offizieller Internetauftritt des JG 74

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© Christoph Wagner