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Chronik des Flugplatzes

Diese Chronik wurde aus den unten angegebenen Quellen erstellt und erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Richtigkeit.

08.10.1935 Befehl des Reichsministers für Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe zur Erkundung von Einsatz- und Ausweichflugplätzen
06.04.1938 Die Firma Gerharz aus Bad Kreuznach beginnt mit Flächenregulierungsmaßnahmen
18.06.1938 Ende der Flächenregulierungsmaßnahmen
29.08.1939 Feldwebel Kühn und sein Bordfunker landen mit einem Fieseler Storch in Pferdsfeld
  Sie übergaben dem Ortsbürgermeister die Einquartierungslisten und flogen am nächsten Tag wieder ab.
01.09.1939 Der Ortsdiener gibt bekannt, dass am Nachmittag die ersten Flugzeuge eintreffen werden.
  12 HS-126 Nahaufklärer, deren Einheit zur 23. Aufklärergruppe aus Eschwege gehörte, trafen auf dem Platz ein
08.11.1939 Nachdem die HS-126 wieder verlegt worden waren, trafen 3 Do-17 Fernaufklärer am Platz ein.
  Die Do-17 kamen aus Stargard (Pommern).
22.06.1940 Mit dem Ende des Frankreich-Feldzugs werden die Do-17 nach Primstal ins Saarland verlegt.
  Auf dem Platz kehrte wieder Ruhe ein, er wurde jedoch weiterhin in Karten ausgewiesen, so dass die Franzosen bei der Suche nach geeigneten Flächen zum Bau eines Flugplatzes nach Ende des Krieges auf Pferdsfeld gestoßen sind.
25.05.1951 Beschlagnahmung der Fläche durch einen französischen Oberst.
 

Ein Areal von 320 ha Feld und 95 ha Wald wird für den Bau in Anspruch genommen.

01.06.1951 Baubeginn
  Die ersten Firmen beginnen mit den ersten Bauarbeiten unter der Oberleitung der französischen "Mission des grands travaux aeronautiques".
Es enstanden in realtiv kurzer Zeit in Tag- und Nachtschichten folgende Bauten:
 - eine Runway von 2.438m Länge und 45m Breite
 - ein Taxiway der die beiden Runway-Enden verbindet von 15m Breite
 - diverse taxiways zu den einzelnen Abstellflächen
 - Flugzeugabstellflächen mit einem Durchmesser von 25m
 - eine Werfthalle mit Vorfeld + ein Vorfeld für eine weitere solche Halle
 - Munitions- und Treibstofflager
 - Wachgebäude und diverse Unterkünfte
1952 Erste Flugerprobung durch amerikanische Flugzeuge
1957 Der Platz ging an die US-Air Force über, die ihn ab und an zu Manövern nutzte.
  Zu diesem Zeitpunkt wurden folgende Um- und Ausbauten durchgeführt:
 - Die Runway wird an beiden Enden verlängert, so dass eine Gesamtlänge von 3000 Metern erreicht wird
 - Overruns
 - Befehlsbunker
 - Wasserversorgung und Kläranlage
 - GCA-Plattform
 - Hundezwinger
 - Unterkunftsbaracken
1958 Die Amerikaner stellen den Flugbetrieb ein. der Platz wird an die Bundesrepublik Deutschland zur weiteren Verwendung übergeben.
1961 Erhebliche Infrastrukturmaßnahmen nach den von "Shape" zum Bau von NATO-Flugplätzen empfohlenen Kriterien werden durchgeführt.
  Das JG 73 trifft auf dem Platz ein.
1966 Der Verband rüstet auf G.91 R/3 um und der Platz wird an das neue Waffensystem angepasst.
1975 Mit der Einführung der F-4F Phantom wird der Flugplatz erneut an das neue Waffensystem angepasst.
01.07.1997 Mit einem großen "Fly-Out" der letzen F-4s wird der Platz geschlossen und die Fläche dem Land Rheinland-Pfalz überlassen.
   
  Mittlerweile haben sich einige regionale Firmen auf dem Flugplatz angesiedelt sowie die Adam Opel AG, die den Platz als Teststrecke für ihre Fahrzeuge nutzt. Der große Konversionserfolg blieb jedoch aus. Der Wegfall von ehemals 600 Zivilbeschäftigen konnte durch das Entstehen von 133 Arbeitsplätzen in insgesamt 22 Unternehmen nicht aufgefangen werden.

Quelle

Digital Prisma Webeagentur GbR: Jagdgeschwader 73 Bad Sobernheim Phlyout, 1997, S. 16-24

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© Christoph Wagner